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Reisemagazin - Australien

Goldfields - Super Pit, die größte Goldmine in Australien

Mehr Infos unter www.superpit.com.au.

Bilder der Super Pit Goldmine
Als Paddy Hannan 1893 mitten in der Zeit des australischen Goldrausches Gold am heutigen Ort Kalgoorlie fand, war es mit der Ruhe im australischen Outback schnell vorbei. Es entstand eine pulsierende Goldgräberstadt, die bereits 1896 eine Eisenbahntrasse nach Perth erhielt. Kalgoorlie liegt an der sogenannten Golden Mile - hier verläuft eine der größten Goldadern der Welt. Nahezu zeitgleich entstand die Stadt Boulder. Heute haben beide Städte zusammen rund 28000 Einwohner.

Unweit von Kalgoorlie liegt die Super Pit Goldmine, die größte Goldmine Australiens. Vom Super Pit Lookout hat man einen tollen Blick auf ein gewaltiges Loch im australischen Outback: 4,2 Kilometer lang, 2 Kilometer breit und 600 Meter tief! 365 Tage im Jahr holen riesige Transportfahrzeuge Gestein aus der Mine. Mit normalen LKWs haben diese Fahrzeuge nichts mehr zu tun - sie sind etwa so groß wie ein Einfamilienhaus. Gewaltige Bagger benötigen gerade mal zwei bis drei Schaufelladungen, um einen CAT 793 Muldenkipper mit rund 150 Tonnen Gestein zu beladen. 45 Minuten sind die Transporter unterwegs, um voll beladen das Gestein aus der Mine zu fahren und zum Bagger zurückzukehren. Das alles wird vom Leitstand der Mine per Computer und GPS kontrolliert. Der Lohn der Mühe sind pro Jahr rund 600.000 Unzen Gold - der Goldgehalt liegt bei 2 Gramm pro Tonne.

Das diese gewaltigen Maschinen auch gewaltige Kosten verursachen erklärt sich von selbst. Ein Muldenkipper hat einen Sprit Verbrauch von 450 Litern pro Stunde und kostet um die 4 Millionen australische Dollar. Ein neuer Reifen kostet sage und schreibe 26.000 Dollar! Wer glaubt, dass hier nur harte Männer ihren Job verrichten, der irrt sich: Auch viele Frauen sitzen am Steuer dieser Giganten.

Das der Goldrausch vergänglich ist, zeigt die Geisterstadt Kanowna, die unweit von Kalgoorlie liegt. 1905 lebten hier noch 12000 Menschen. Es gab viele Hotels, Brauereien und eine regelmäßige Zugverbindung nach Kalogoorlie. Als es mit dem Gold vorbei war, verließen die Bewohner die Stadt und haben alles mitgenommen, was man irgendwie transportieren kann. Heute sieht man von Kanowna absolut nichts mehr, außer dem australischen Busch! Lediglich die Grabsteine auf dem Friedhof zeugen davon, dass hier einmal Menschen gelebt haben.

Man stellt sich die Frage was in Kalgoorlie passiert, wenn in der Super Pit und den umliegenden Minen kein Gold mehr zu finden ist.

Markus Gerber, fernweh.com


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