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 Reisemagazin - Italien
Friaul-Julisch Venetien: Lagunen und köstliche Küche
Im Nordosten Italiens wird die Küste von einem Labyrinth von Kanälen und vielen kleinen Inseln geprägt. Die reizvolle maritime Landschaft spannt einen Bogen von etwa 30 Kilometern zwischen Grado und Lignano, den nördlichsten Lagunen des Mittelmeers.
Auf manchen der kleinen Inseln leben die Fischer in typischen, mit Schilf gedeckten Hütten, den so genannten Casoni. Hier blüht vorrangig Meerlavendel, dessen Farbe mit den Jahres- und Blütezeiten wechselt und so die ebenso einfachen wie zweckmäßigen Behausungen jeweils in ein anderes faszinierendes Licht taucht. Marano selbst, eine befestigte Zitadelle, hat seinen Charme als lebhaftes, traditionelles Fischerdorf über die Jahre bewahrt. Alte Häuser aus dem 16. Jahrhundert mit Blick auf den Fischmarkt verbreiten ein malerisches Flair. In den gemütlichen Gaststätten wird die traditionelle Fischkochkunst oftmals schon seit Generationen überliefert.
Sonne und Strand: Lignano ist das bedeutendste touristische Zentrum Friaul-Julisch Venetiens. Der Badeort hat einiges zu bieten: lange, feine Sandstränden, mehr als 5.000 Liegeplätze für Yachten und Sportboote, ein 18-Loch-Golfplatz, ein großes Sport- und Freizeitangebot sowie viele gute Restaurants. In den Lagunen von Grado und Marano dominiert selbstverständlich die Fischgastronomie - einfach, bodenständig und herrlich frisch. Jedes Jahr wird dem Fischfang ein Fest gewidmet. Bei der Veranstaltung "Sapori di Laguna" werden in Marano von August bis November typische Spezialitäten aus dem friulanischen Meer in Restaurants serviert werden.
Die Insel Grado wird "goldene Insel" und "Sonneninsel" genannt, da der feine Sandstrand im Licht des Himmelskörpers golden glitzert. Grado weiß aber nicht nur dank seiner einladenden Gestade zu gefallen. Nicht minder beeindruckend ist der historische Stadtkern, der einen Hauch venezianischer Lebensart verbreitet sowie eine hervorragende und weit über die Region hinaus bekannte Gastronomie, die, wenn wundert es, berühmt für ihre Fischkochkunst ist. Typischstes Gericht ist die Boreto graesano, eine erlesene Fischsuppe mit weißer Polenta, frittierten Meeresfrüchte und Fischen aus der Adria.
Wer isst, muss auch trinken: Exzellente Weine bietet das Hinterland der Lagunen. Die Weine des Carlino, im Herzen des DOC-Gebiets Annia, und jene von Latisana sind ideale Begleiter der Lagunenküche. Ohnehin lohnt eine Visite des Hinterlands, das kulturell wie kulinarisch für so manche Überraschung gut ist. Die Stadt Palazzolo dello Stella am Fluss Stella verbindet seit zwei Jahrtausenden Adria und Alpen. Ebenso wie Rivignano bietet sie Einblicke in unberührte Natur und Landleben, außergewöhnliche Weine und Gerichte, die man so schnell nicht vergessen wird.
Foto: Turismo FVG/ Studio Agorà
(Paul Balthasar)
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