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Reisemagazin - Dominikanische Republik

Herrliches Samana

Urlaub in der Dominikanischen Republik, so das Klischee, ist All Inclusive in touristisch voll erschlossenen Zonen. Es geht auch anders: Wer die ursprüngliche Karibik kennen lernen möchte, ist auf der Halbinsel Samana richtig.

Im Norden des Karibikstaates ragt ein Finger gen Osten - die Halbinsel Samana. Ein heiles Fleckchen, wo sich viele Aussteiger niedergelassen haben. Die internationale Gemeinde hat hier gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung eine Oase geschaffen, wo sich nicht nur herrlich leben, sondern auch Urlaub auf besonders entspannte Art machen lässt. Den Reiz der Halbinsel kannten in früheren tagen übrigens auch recht fragwürdige Besucher: Samana war in früheren Zeiten ein stark frequentiertes Seeräubernest.

Noch im 18. Jahrhundert gab es eine schmale Wasserstraße, die die Bucht von Samana mit dem offenen Meer verband. Ein Seeräuber namens Jackson soll diesen Fluchtweg genutzt haben, um sich mit seinem leichten Schiff den tiefgängigen spanischen Galeonen zu entziehen. Die kleine Insel Cayo Jackson vor der Nordküste trägt noch heute den Namen des Piraten.

Viele Wege führen nach Samana: Jeden Abend legt eine Fähre von Sabana de la Mar dort an, es geht aber auch über Land in Bussen. Alternativen: Ein Taxi von Puerto Plata oder ein Inlandsflug von Santo Domingo oder Puerto Plata nach El Portillio, einer kleinen Landebahn bei Las Terrenas. Möglicherweise ist es ja die Rettung des Idylls, dass hier keine Großraumflieger voller Pauschaltouristen landen können ...

Im Örtchen Las Terrenas leben Menschen aus aller Herren Länder. Das hat selbstverständlich einen höchst appetitlichen Einfluss auf die Speisekarten der örtlichen Gastronomie. Das ehemalige Fischerdorf wurde so zu einem Schmelztiegel der Kulturen. Dabei profitieren die Köche von den frischen und geschmacksstarken Zutaten, die Land und See bieten: Fisch, Schalentiere und Gemüse sind Basis einer vielseitigen Küche. Die Skala der Lokale reicht von einfachen Gaststätten bis zum eleganten Restaurant von renommierten Spitzenköchen wie Gerard Pristasz vom Hotel Atlantis an der Playa Bonita. Und wer hinterher noch auf die Rolle gehen möchte, findet im Nachtleben Las Terrenas vielfältige Angebote von heimischen Merengue-Bars bis zu Jazzclubs und Tanzlokalen.

Die Strände der Halbinsel sind eine Klasse für sich. Von seichten Buchten, in denen man, am Boden des kniehohen Wassers sitzend, seine Cocktails genießen kann bis zu faszinierenden Tauchrevieren und Brandungen zum Wellenreiten reicht das Angebot. Dazu gibt es viele Sportangebote: Für Erkundungen auf eigene Faust bietet sich ein gemietetes Quad oder eine Enduro an, wer es etwas ruhiger mag, sucht das Glück der Insulaner auf dem Rücken der Pferde.

Peter Hemke



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