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 Reisemagazin - Tunesien
Baden und Feilschen in Monastir
In Tunesien lernt man Afrika und die arabische Welt auf besonders entspannte Art kennen. Die Menschen sind freundlich, die See ruhig und kinderfreundlich, das Wetter stabil und nicht zu heiß, die Architektur vielfältig. Eine der beliebtesten Adressen für sonnenhungrige Tunesien-Reisende ist die Küstenstadt Monastir.
Monastir mit seinen gut 70.000 Einwohnern liegt rund 160 Kilometer südlich von Tunis im Golf von Hammamet und verfügt über einen internationalen Flughafen. Gegründet wurde die Siedlung von Phöniziern, die Stadt hieß damals Ruspina und wurde später von den Römern übernommen. Auf den Ruinen der antiken Siedlung ist das heutige Monastir errichtet, Ursprung dessen war ein Kloster mit Festung, erbaut 797 nach Christus. Für die Moslems ist Monastir immer ein bedeutender Ort gewesen, denn der Prophet Mohammed bezeichnete Monastir als eines der Tore zum Paradies. Wer in der arabischen Festung drei Tage Dienst tat, hatte demnach seinen Platz im Paradies sicher.
Heutige Besucher bleiben meist länger, wenn auch nicht innerhalb der Stadt selbst. Denn an der Küste finden sich zahlreiche Ferienressorts unterschiedlicher Ausstattung, generell ist das Niveau recht hoch, die Preise dagegen zivil. Die Architektur der meisten Anlagen orientiert sich an den großen Vorbildern aus römischer und vor allem maurischer Zeit.
Tunesien als gemäßigtes Land bietet "Arabien für Anfänger": Auf den Souks, den quirligen Märkten, lässt es sich nach Herzenslust feilschen, die Fortbewegung in Sammeltaxis ist unproblematisch und die Sicherheitslage stabil. In Tunesien können sich westliche Touristen frei und ungezwungen bewegen - einer der Hauptgründe, warum sich das Land anhaltender Beliebtheit erfreut.
Das Freizeitangebot ist weit gefächert: Von klassischen Wasservergnügen über Boote, Taucher und Parasailing (Gleitschirm) bis zu vielerlei Ausflügen reicht das Angebot. Wer ein wenig Zeit und Abenteuerlust mitbringt, sollte eine dreitägige Wüstentour unternehmen, Kulturdurstige zieht es eher in römische Hinterlassenschaften wie das Amphitheater von El Djem und auch die knapp 25 Kilometer entfernte Provinzhauptstadt Sousse ist über gut ausgebaute Straßen schnell zu erreichen. El Djem ist hier besonders zu empfehlen, denn das römische Theater war mit einem Fassungsvermögen von 45.000 Besuchern das drittgrößte römische Theater überhaupt. Noch heute ragen die Außenmauern über 30 Meter in die Höhe. Neben dem Theater gibt es ein sehr interessantes archäologisches Museum mit wunderschönen Mosaiken.
Peter Hemke
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