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Reisemagazin - Dominikanische Republik

Trekking im Südwesten

Erst mal nach Barahona im Südwesten kommen. Dort lädt eine atemberaubende Landschaft zu unvergesslichen Touren ins Landesinnere.

Besonders reizvoll ist die Anreise mit dem Flugzeug. Denn die Dominikanische Republik bietet auch von oben herrliche Perspektiven. Aus dem Dschungel ragt der Pico Duarte, mit 3.175 Metern die höchste Erhebung der gesamten Inselgruppe. Sein Gipfel ist in Wolken gehüllt. Dann das Meer. Es scheint wie ein grüner Edelstein, eingefasst vom Gold der Sandstrände.

In Barahona die nächste Überraschung: Der Flughafen ist modern, die Landebahn die längste der gesamten Karibik, gebaut auch für Großflugzeuge. Doch genutzt wird der Airport im Südwesten nur wenig. Im ehemaligen Fischerdorf Barahona dagegen ist schon mehr los. Hinter Barahona wachsen Bungalows den Hügel hinauf. Allein der Blick von dieser Höhe entschädigt für die lange Anreise. Regenwald, Strand - und ein Traum von Meer. Denn die Topographie hier im Südwesten unterscheidet sich vom Rest der Insel. Die Natur ist ein wenig rauer, die Wälder ein wenig tropischer, die Berge ein wenig steiler.

Wer hier eine Trekkingtour bucht, erlebt Natur pur. Bald wird das Licht weniger, wenn es in die dichten tropischen Wälder geht. Faszinierende Vegetation, urwüchsig und stark. Riesige Bäume, Farne, Blumen, durchzogen von Efeu und Lianen. Kolibris surren durch die Luft, tauchen in die großen Blüten. Am Boden liegen Mangos, die die Wanderer erfrischen. Plötzlich rauscht es hinter riesenhaften Baumstämmen: Ein Wasserfall wird zur erholsamen Naturdusche.

Einen ganz anderen Charme strahlt der Enriquillo-See aus. Er wurde nach einem berühmten Indianer benannt und ist das größte Binnenmeer der Karibik. Der sehr salzhaltige See liegt 40 Meter unter dem Meeresspiegel und weist damit ähnliche Bedingungen wie das Tote Meer auf. Zur Tagesmitte steigen die Temperaturen auf bis zu 40 Grad. Der See im Südwesten lässt sich am besten mit dem Auto erreichen. Die Fahrt führt schnurgerade über eine wüstenartige Landschaft. In dieser eigenartigen Umgebung ist es deutlich heißer als an der Küste, es ist windstill. Das Wasser - ein großer Kontrast zur glasklaren See - ist trüb und riecht streng. Hier fühlen sich Krokodile und Leguane wohl. Sie, die wahren Ureinwohner des Eilands.

Peter Hemke



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