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Reisemagazin - Italien

Gardasee: Der italienische Traum

Bild: fernweh.com. Weitere Bilder hier
"Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühen", schrieb einst Goethe. Und wer heute an den Gardasee kommt, findet die Sehnsucht nach Italien befriedigt wie an kaum einem anderen Platz. Zypressenalleen, Mandelblüten und Zitronenbäume prägen das Bild einer begnadeten Gegend im Schatten grandioser Berge.

Der Gardasee ist der größte See Italiens, seine Ufer verbinden die drei Provinzen Trentino, Lombardei und Veneto. Zudem verbindet er Alpen und Mittelmeer: Während im Norden an den Ufern Gesteinsmassive bis zu 2.000 Metern Höhe emporragen und das Gewässer wie ein rauer Gebirgssee wirkt, öffnet sich der See gen Süden, die Landschaft beruhigt sich und lässt das nahe Mittelmeer erahnen.

Der Gardasee bietet unendlich viele Attraktionen, ruhige Plätzchen und Trubel, Schönheit und Faszination. Kein Wunder, sind seine Gestade doch insgesamt 160 Kilometer lang. Er ist nicht nur weit, sondern auch tief, bis zu 345 Meter nämlich. An seinen Ufern finden Urlauber so ziemlich alles, was das Herz begehrt: Von ruhigen Nestern zum beschaulichen Entschleunigen bis zu Surfhochburgen, bevölkerten Stränden wie Campingplätzen und mondänen Städten voller Dolce Vita reicht das Angebot.

Zur hohen Attraktivität des Gardasees gerade für Erholungs- und Abwechslungssuchende aus unseren Landen dürfte auch die verkehrstechnisch günstige Lage beigetragen haben, denn durch Südtirol über die Brennerautobahn erreicht man die Region sehr schnell. Auch um den See gibt es gut ausgebaute Straßen, die Gardesana Orientale im Osten und die Gardesana Okzidentale im Westen. Wer auf die andere Seite will, sollte sich die Überfahrt mit der Autofähre gönnen, das ist viel entspannter, denn der Verkehr auf den Umgehungsstraßen kann sehr dicht werden.

Riva di Garda, ganz im Norden gelegen, erinnert an die prachtvolle Zeit der österreichischen Monarchie, die die Gegend lange regierte. Doch auch die venezianischen Herren haben im Stadtbild ihre Spuren hinterlassen. Dem Namen des Ortes, Riva heißt Ufer, alle Ehre macht die "Spiaggia Sabbioni", ein schier endlos verlaufender Strand, der in der Regel nicht übervölkert ist.

So gar nicht mondän dagegen wirkt Torri del Benaco, ein kleiner Hafen an der Ostküste. Hier scheinen die Uhren langsamer zu laufen als anderswo, allein die wunderbaren Olivenbäume, die den kleinen Hafen rahmen, strahlen viel Ruhe aus - ein Toptipp für Reisende, die Ruhe und Beschaulichkeit suchen.

Hans M. Pfalz



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