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Reisemagazin - Dominikanische Republik

Santo Domingo: Auf den Spuren von Kolumbus

Kolumbus, Kolumbus, Kolumbus: Geschichte und Gegenwart der Hauptstadt der Dominikanischen Republik werden dominiert von dem großen Seefahrer Christopher Kolumbus. Doch nicht nur deshalb ist die Altstadt von Santo Domingo äußerst sehens- und erlebenswert.

Santo Domingo de Guzmán ist Kapitale der Dominikanischen Republik und zugleich mit über drei Millionen Einwohnern die größte Stadt des Karibikstaates. Hier gibt es den größten Hafen des Landes, einen internationalen Flughafen und vier Universitäten. Ihr Ursprung geht auf den Bruder von Christoph Kolumbus zurück. Bartolomé legte 1496 den Grundstein zur ältesten Gründung durch Europäer in der neuen Welt.

Die Stadt lebt von den Kontrasten. Um den Kern reihen sich Slums, in denen Insulaner auf Landflucht ein Auskommen suchen, im modernen Zentrum ist es laut und chaotisch, aber auch karibisch-liebenswert. Ruhiger geht es dagegen im alten Ortskern, der Ciudad Colonial zu. Hier reihen sich Baudenkmäler aneinander, hier wird es romantisch, besonders in den milden Abendstunden in faszinierendem Licht.

Die Altstadt wurde längst zum Weltkulturerbe erklärt. Der große Entdecker hat überall seine Spuren hinterlassen. Idealer Ausgangspunkt für einen Stadtbummel ist der Parque Colón. Er ist leicht zu finden, einfach den Hinweisschildern "Ciudad Colonial" folgen. Der Platz ist Kolumbus gewidmet, in seiner Mitte grüßt der Seefahrer als Statue. Im Süden grenzt die erste Kathedrale der Neuen Welt, die Catedral de Santa Maria la Menor. Bis 1992 lagen hier die Gebeine des Entdeckers von Amerika.

Heute ruhen seine Knochen in einem Leuchtturm. Und in was für einem: Der Faro a Colón wurde 1992 zum 500. Jahrestag der Entdeckung errichtet - ein gigantischer Bau aus weißem Marmor in Kreuzform. Im Innern gibt es ein kleines Museum mit Kolumbus' Gebeinen als Hauptattraktion. Bedauerlich allerdings, dass die Elektrizitätsversorgung nicht zum regelmäßigen Betrieb des Lichtzeichens ausreicht.

Auf den Spuren von Kolumbus geht es weiter zum Palast der Familie Kolumbus. Der Alcázar de Colón beherbergt heute ein Museum, das die Zeit nach der Entdeckung mit zahlreichen Originalobjekten dokumentiert. Eine noch eindrucksvollere Sammlung gibt es im Museo de las Casas Reales, einstmals königlicher Gerichtshof und nach wie vor ein monumentales Gebäude. Ebenfalls beeindruckend: Die Festungsanlage Ozama, die den Hafen vor Piratenüberfällen schützen sollte. Unter den Anstürmenden waren so prominente Freibeuter wie Francis Drake und dessen Onkel Henry Morgan.

Peter Hemke


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