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 Reisemagazin - Spanien
Andalusien: Unberührte Natur
Der Übergang von den unberührten, vom Wind erodierten Stränden zur Vera oder dem subtropischen Gebiet der Galeriewälder, die vom unergründlichen Marschland umgeben sind, offenbart eine ebenso schöne wie von Kontrasten geprägte Landschaft. Die feinen Sandstrände von Doñana bilden den Lebensraum großer Gruppen von Küstenvögeln wie der Silbermöwe und der Seeschwalbe, zu denen im Winter die Meeresenten wie die Trauerente hinzukommen. Die Wachtürme, die sich in dieser unberührten Landschaft befinden, beherbergen Wanderfalken und Eulen.
Die Küstenwinde haben eine Landschaft von eigentümlicher Schönheit geformt. Sie besteht aus den Dünen, auf denen Wacholder und Pinienwälder wachsen. Hervorsticht der Cerro de los Ánsares, die höchste Düne Doñanas und Filmkulisse einiger Szenen des Hollywoodklassikers "Lawrence von Arabien".
Cotos, die oasengleichen Inseln: In dem beständigsten Ökosystem der Doñana, das aus durch Mittelmeersträuchern und Heidekraut befestigten Sanddünen besteht, wachsen Eukalyptusbäume und Pinien, die unter anderem Luchsen, Hirschen und Kaiseradlern Schutz bieten. Vera wiederum wird die Grenze genannt, die die Cotos vom Marschland und dieses von den Dünen trennt. In diesen grünen Weiden findet man Korkeichen, die von Störchen, Fischreihern und Löfflern zum Nisten benutzt werden.
Das Marschland wandelt während der Jahreszeiten immer wieder sein Gesicht. Diese im Sommer trockene und rissige Ebene, die die Hälfte des Naturparks einnimmt, empfängt im Herbst, wenn sie von den ersten Regenfällen überschwemmt wird, Tausende Vögel aus Nord- und Mitteleuropa. Entlang von Bächen wie dem Arroyo de Rocinas wuchert der Tropenwald. Die beeindruckenden suptropischen Galeriewälder sind von bisweilen überbordender Pracht, dominiert von tiefsattem Grün, in dem exotische Pflanzen leuchtend blühende Akzente setzen. Aber auch für die Fauna ist der Tropenwald von unschätzbarem Wert, gibt er doch zahlreiche Vogelarten und bedrohten Tierarten wie etwa dem iberischen Luchs Lebensraum.
Paul Balthasar
Foto: Hans-Werner Nees
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