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Reisemagazin - Griechenland

Zakynthos, Blume des Ostens

"Fior di levante", Blume des Ostens, nannten die Venezianer die Ionische Insel. Lange herrschten die norditalienischen Seefahrer und Händler hier - und sie wussten, wo es schön ist. Vor allem Badeurlauber haben Zakynthos schätzen gelernt, nach Korfu tummeln sich hier die meisten Sonnenanbeter im Ionischen Meer.
Zakynthos ist die südlichste der Ionischen Inseln. Vom peloponnesischen Hafenort Kylinni sind es 18 Kilometer Überfahrt. Die nördliche Nachbarinsel Kephalonia ist 15 Kilometer entfernt. An der engsten Stelle zum Festland beträgt die Distanz knapp 10 Kilometer. Auf Zakynthos geht es hoch hinauf, die höchste Erhebung, der Vrachionas, erreicht 758 Meter, aber es geht auch tief hinunter: Südöstlich der Insel liegt der Brunnen der Inusses, mit 4.404 Metern die tiefste Stelle des gesamten Ionischen Meeres.

Ebenfalls zu Zakynthos gehörig: Die kleinen Felseninseln Strofades, auf denen sich noch ein altes Kloster befindet. Ein schönes Ausflugsziel mit dem Boot, denn bis dahin sind es nur wenige Seemeilen. Obwohl es reichlich Jahresniederschläge gibt, ist der Sommer recht trocken. Da es aber im Winter intensiv regnet, findet sich auf Zakynthos eine reichhaltige Vegetation.

Die Hauptstadt trägt den Namen der Insel, Zakynthos mit seinen 13.000 Einwohnern liegt halbrund angelegt an der Ostküste an einem Hügel. Über dem Ort thront eine Zitadelle aus venezianischer Zeit. Zakynthos Stadtbild prägen zahlreiche Kirchen, darunter die der Phaneromeni, die als schönste Kirche der Ionischen Inseln gilt.

Das Landesinnere ist Dank seiner reichen Flora und Fauna sehenswert, doch der besondere Reiz geht von den Küsten aus. Im Westen sind sie felsig und schwer begehbar, am besten erreicht man diese Abschnitte mit dem Boot. Besonderes Highlight: Die nur über das Meer erreichbare Schiffswrack-Bucht im nördlichen Abschnitt. Wer sich mit der Fernaussicht auf das Wrack zufrieden gibt, sollte Anafonitria auf dem Bergrücken ansteuern, dort gibt es eine Aussichtsterrasse mit Blick auf die Bucht.

Die schönsten Strände der Insel liegen im Osten: Poro Zoro wird von malerischen Felsen eingefasst und bietet dadurch eine besondere Romantik, aber auch entsprechenden Andrang. Noch schöner: Kap Gerakas, der wohl schönste Strandabschnitt Zakynthos'. Hier lohnt neben dem uneingeschränkten Badevergnügen ein Spaziergang zu den nahe gelegenen Klippen. Dumm nur, dass mitten in diesem Touristen-Magneten die seltenen Caretta-Caretta-Schildkröten ihr Brutrevier haben, so dass Besucher sich hier mit ein wenig Zurückhaltung bewegen sollten. Wer die Schildkröten in Frieden lassen möchte, findet im Norden den Amboula-Strand, der von der EU mehrfach für seine außerordentliche Wasserqualität ausgezeichnet wurde.

Peter Hemke



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