 Reisemagazin - Neuseeland
Wo die Alpen Strände haben
Für Outdoor-Freaks ist es das Paradies: Ein solcher Reichtum an landschaftlichen Höhepunkten wie rings um die neuseeländischen Alpen sucht weltweit seinesgleichen.
Ursprüngliche Natur, faszinierende Landschaftskontraste und ein Klima zum Aufatmen: Neuseeland ist eine der touristisch reizvollsten Regionen auf dem Globus. Hier münden mächtige Gletscher in den dschungelartigen Regenwald, dort schießen Geysire und brodeln Schlamm-Massen aus den Spalten einer dünnen Erdkruste. Zwischen heißen Quellen und schneebedeckten Vulkanen, Alpengipfeln und Sandstränden, Fjorden und romantischen Bergseen liegen zur Freude des Besuchers oftmals nur wenige Kilometer.
Viel zu entdecken
Die geheimnisvolle Kultur der Maoris, eine exotische Pflanzenwelt mit urzeitlichen Riesenfarnen und tropisch anmutenden Palmen, Glühwürmchenhöhlen und eine einzigartige Vogelwelt - in Neuseeland gibt es vieles zu entdecken. Die einsamen Bilderbuchlandschaften, deren Flüsse zum Lachsfischen, Kanufahren oder Goldwaschen einladen, erschließen sich dem Besucher am besten per Rundreise im Bus oder Wohnmobil, deren Stationen als Ausgangspunkt für abenteuerliche Trekkingtouren dienen. Auch sportliche Aktivitäten haben in Neuseeland immer etwas mit Natur zu tun - sei es nun der Volkssport Golf, das Drachenfliegen oder die hiesige Erfindung des Bungee Jumpings.
Klare Luft, gute Sicht
Ein wahres Paradies - und ein immergrünes dazu: Weidegras und Riesenfarn wachsen das ganze Jahr über, und der Regenwald verliert nie sein üppig-grünen Blätterkleid. Wer die Nebensaison zwischen Mai bis September mit ihren günstigen Preisen nutzt, erlebt die klarste Luft und das beste Licht zum Fotografieren und Filmen. Der Kontrast zwischen schneebedeckten Vulkan- und Alpengipfeln, grünem Busch und weiten blauen Wasserflächen ist dann geradezu überwältigend, die Fernsicht beträgt nicht selten bis zu 200 Kilometer.
Naturschutz in 13 Nationalparks
Neuseelands natürliche Schätze werden in 13 Nationalparks sowie drei "Maritime Parks" bewahrt. Mit zusammen mehr als 2,8 Millionen Hektar nehmen die Nationalparks mehr als zehn Prozent der Fläche des Landes ein. Bereits vor mehr als 100 Jahren hat Neuseeland den Grundstein für eine engagierte Naturschutz- und Umweltpolitik gelegt: Auf Initiative der Maori wurde das Tongariro-Gebiet im Herzen der Nordinsel zum Nationalpark erklärt. Umgeben von einer einzigartigen Steppenlandschaft ragen hier drei teilweise noch aktive Vulkane in den Himmel. Ihre Gipfel gelten bei den Maori als heilig.
Gletscher und Fjorde
Zu den berühmten Schutzgebieten zählen der Abel Tasman National Park, im sonnenreichen Norden der Südinsel gelegen und geprägt durch eine wunderschöne Küste mit idyllischen Buchten, jadegrünem Wasser und goldgelben Sandstränden. Der Fjordland National Park im Südwesten, mit 1,2 Millionen Hektar der größte und unzugänglichste Park, birgt idyllische Seen und Fjorde, die tief in die Gebirgslandschaft hinein gegraben sind. Die Gletscher des Mount Cook National Parks, nach dem mit 3754 Meter höchsten Bergmassiv der Südalpen benannt, sind ein beliebtes Ziel des internationalen Ski-Jetsets: Im Südwinter lassen sich die Pisten-Cracks mit dem Flugzeug auf den Eisflächen absetzen und genießen dann kilometerlange Abfahrten durch jungfräuliche Natur.
Paradies für Wassersportler
Die Bay of Islands, bekanntester Maritime-Park im subtropischen Norden Neuseelands, ist mit ihren stillen Buchten und einsamen Inseln ein Dorado der Wassersportfreunde. Der Hauraki Gulf zählt fast 50 Inseln, die zum Refugium seltener Tier- und Pflanzenarten geworden sind. Die Marlborough Sounds an der Nordspitze der Südinsel sind nach der letzten Eiszeit entstanden: Als der steigende Meeresspiegel die Täler versinken ließ, blieben tief ins Land reichende Fjorde zurück.
Städtisches Leben zur Abwechslung
Nach so viel üppiger Natur gönnt sich der Reisende gerne einmal ein paar Tage städtisches Leben - sei es in der Nordinsel-Metropole Auckland, der eleganten Hauptstadt Wellington oder der Südinsel-Gartenstadt Christchurch.
Reportage von Peter Birkenmaier, www.marcopolo.de
Foto: http://www.kiwitours.de
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