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 Reisemagazin - Spanien
Teneriffa: Zwölf Monate Saison
Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren-Archipels - und kennt nur eine Saison. Im Sommer wird es heiß, wenn der Scirocco weht, im Winter frisch - dennoch liegt die Durchschnittstemperatur auch im Winter bei 18 Grad.
Dabei zeigt sich die Insel zwiegespalten: Im Norden regnet es häufig, entsprechend üppig die Vegetation, im Süden scheint das ganze Jahr die Sonne. Im Norden wachsen hervorragende Reben auf Vulkanboden und die sagenumwobenen Drachenbäume recken sich in den Himmel. Hier wachsen Bananen, die dort von den Portugiesen zuerst im 15. Jahrhundert angebaut wurden. Entsprechend lecker eine der Spezialitäten der Insel: Honigbananen.
Im Norden finden sich wenige Touristen, schade eigentlich. Denn lebendige Wochenmärkte, malerische Orte und dichte Lorbeerwälder im Nordosten lohnen einen Besuch. Doch die üppige Vegetation des Nordens hat ihren Preis in häufigen Niederschlägen. Umso bevölkerter sind der Süden und Südwesten Teneriffas. Lange Strände mit schönen Hotels, Flaniermeilen, Einkaufszentren und alles, was modernen Tourismus ausmacht: Hier tobt das pralle Leben. Doch selbst inmitten des Trubels finden sich immer wieder einsame Buchten, die zum entspannt Baden und Sonnen einladen.
Inmitten der Insel thront mit dem Pico del Teide Teneriffas majestätisches Wahrzeichen. Mit 3718 Metern ist er der höchste Berg Spaniens. Der Vulkan hat die Landschaft geprägt, seine Spuren in der Inseloberfläche hinterlassen und bietet einer bizarren Pflanzen- und Tierwelt Nahrung und Heimat. Viele Sagen ranken sich um den Pico del Teide. Die Ureinwohner der Insel mieden ihn, für sie galt er als höllischer Sitz der grausamen Gottheit Guayota. Seit 1954 gibt es den "Parque Nacional del Teide" rund um den imposanten Vulkan.
Dennoch sind wegen der riesigen Besucherströme manche Pflanzen bedroht. Noch gilt das Reservoir als eines der vielfältigsten und spektakulärsten Pflanzenreichtümer der Welt. Mittlerweile wurden zahlreiche Wege markiert, das Verlassen der Wege ist streng verboten. Tipp für einen Besuch: meiden sie die Mittagszeit, denn dann ist der Ansturm am größten. Besonders reizvoll ist es, an einer der organisierten Wanderungen im Park teilzunehmen, es gibt auch geführte Touren auf den Gipfel des Vulkans.
Ein ganz anderes Naturerlebnis bietet der Tierpark auf Teneriffa, vor 30 Jahren von einem Deutschen eröffnet. Mittlerweile zählt der Loro Parque zu den größten und schönsten Tierparks der Welt. Trotz Seelöwen, Gorillas, Haien und Pinguinen: Die Attraktion sind nach wie vor die Papageien, für die der Park ursprünglich geschaffen worden war. Mit rund 300 Arten und Unterarten gibt es hier die größte Vielfalt der Schnabeltiere weltweit.
Peter Hemke
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