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 Reisemagazin - USA
Neuengland: Schnee XXL
Aspen ist schön. Riesige Ski-Gebiete, gut aussehende Lehrer und - jawohl - beheizte Bürgersteige gibt es auch. Doch Winterurlaub in dem vom Schnee verwöhnten Ort in Colorado hat seinen Preis. Zimmer sind kaum unter 150 Euro pro Person und Nacht zu haben: Dafür gibt's fast überall einen offenen Kamin.
Die amerikanische Ostküste ist rau, für den seltsamen Humor ihrer Anwohner bekannt und ebenfalls vom Winter verwöhnt. „Acht Monate Winter und vier Monate ziemlich schlechte Bedingungen zum Skifahren“ – so lautet ein Scherz zwischen Maine und Massachusetts. Günstige Preise, traumhaftes Essen und endlose Winterlandschaften machen Maine zum traditionellen Urlaubsziel der Amerikaner. Hunderte von Ski-Gebieten buhlen um die Gunst der Gäste.
Unzählige Hotels, Lodges, Ressorts und Inns warten an den Hängen der Bergketten auf die durchfrorene Kundschaft. Maine, der nördlichste aller Bundesstaaten, ist der ideale Ausgangspunkt für eine Ski-Rundreise. Vor allem Anfänger finden an den Ausläufern der Apalachians hervorragende Bedingungen. Doch auch Ski-Cracks und Snowboarder sind hier willkommen.
Die Gebiete Shawnee-Peak (Bridgton) und Sunday-River (Bethel) bieten ein familienfreundliches Programm und geöffnete Lifte bis Mitternacht. Ein Traum für Profis ist Saddelback in Rangeley. Nur noch das mit über 100 Liften größte Ski-Gebiet Maines „Sugarloaf USA“ kann mithalten. Dort ist alles Extra-Klasse: Der höchste Berg, die größte Half-Pipe im Land und Elton-John-Konzerte mitten auf der Piste.
Entspannter und fast ein wenig luxuriös muten die White Mountains in New Hampshire an. Südwestlich vom Ski-Gebiet in Bethel zieht sich die Bergkette durch das Midland des Bundesstaates. Im Attitash Bear Peak finden Brett-Freunde das größte Ski-Gebiet der Region. Die aufwendigste Schneemaschine im ganzen Land stellt beste Bedingungen bis Mai sicher und ein brandneuer High-Speed-Kurs lockt wahre Freaks.
Nur etwa eine Autostunde entfernt liegt Bretton-Woods. Dort kommen Nachtschwärmer auf ihre Kosten. Sogar die Half-Pipe ist bis nach Mitternacht beleuchtet. Rund um die White Mountains sorgt ein umfangreiches Unterhaltungsangebot für zufriedene Gesichter all derer, die es nicht zum Alpin-Ski zieht. Langlauf, Wandern, Schlittenfahrten – an alle wird gedacht. Auch die Unterbringung lässt kaum Wünsche offen. Familiäre Inns locken mit „homemade cooking“, riesige Sportressorts halten die Urlauber mit Fitness-Räumen auf Trab und verfügen sogar über Kindergärten – Ski-Unterricht inklusive.
Vergleichsweise teuer, aber unschlagbar in Sachen Winterromantik sind so genannte Lodges oder Condos: Oft stehen die kleinen Holzhäuser in Pistennähe. Morgens rutscht man auf Skiern zum Frühstück ins Tal. Abends bringt einen die letzte Abfahrt bis vor die Haustür. Einige Anbieter dieser Condos offerieren gar den vollen Service: Wer rechtzeitig Bescheid gibt, findet nach der letzten Runde Wedeln ein heißes Bad und Feuer im Kamin vor. Allerdings: Das gibt es in Aspen auch.
Alexander Bagnioli
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