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 Reisemagazin - Finnland
Wem die Sonne scheint
Felseninseln so weit das Auge reicht, Wasser, Felder, Wälder und dazu kleine Hafenstädtchen: die finnischen Åland-Inseln bieten Natur pur und dazu Kultur für fast jeden Geschmack. Kein Wunder: Das Klima auf Åland ist mild mit den durchschnittlich meisten Sonnenscheinstunden in Skandinavien.
Das Archipel in der Ostsee zwischen Finnland und Schweden besteht aus rund 6.500 einzelnen Eilanden. So zahlreich die Inseln, so vielfältig und multikulturell die Strukturen. Offiziell gehört das Inselreich zu Finnland, doch die Inseln sind schwedischsprachig und politisch autonom. Die Hauptinsel Aland ist rund 50 mal 45 Kilometer groß und nimmt rund 70 Prozent der aländischen Gesamtfläche ein, 90 Prozent der insgesamt 26.000 Aländer leben hier.
Schon Mitte April beginnt der Frühling, meist einige Wochen eher als im übrigen Nordeuropa. Und wenn die Inseln Anfang Juli in voller Blüte stehen, ist Åland vielleicht am allerschönsten. Die Sommermonate sind ideal für Ausflüge zu Wasser oder auf dem Land: etwa Segel- und Kajaktörns auf großen und kleinen Wasserstraßen, Radtouren durch nahezu unberührte Natur oder Autowanderungen mit einer Schärenfähre von Insel zu Insel. Die Herbst- und Wintermonate dagegen sind die Zeit der Stille: Wenn die Tage kürzer und der Wind rauer wird, kehrt nach einer turbulenten Saison Ruhe ein - Gelegenheit für Gespräche bei Kaminfeuer oder Visiten in einer der vielen Kunsthandwerkstätten.
Golfsport wird hier immer beliebter, denn eines der schönsten Greens liegt nahe dem mittelalterlichen Schloss Kastelholm. Und in der Hauptstadt Mariehamn entstand 2004 mit einer Fläche von 3.300 Quadratmetern eines der größten Badeländer Finnlands mit zahlreichen historischen Details, die an die erste große Reisewelle auf den Ålands zu Beginn des 20. Jahrhunderts und den frühen Bädertourismus erinnern. Einblicke in die Welt der alten Seefahrernation liefert das Seefahrtsmuseum im Westhafen der Hauptstadt. Hier liegt das Museumsschiff Pommern vor Anker, ein Dreimaster aus dem Jahr 1903. Wenige Gehminuten entfernt im Osthafen findet sich das so genannte Seequartier, Ålands Zentrum für den Holzboots- und Schiffbau.
Zeugen der wechselhaften Geschichte der Inselgruppe sind vor allem die restaurierte Ruine der mittelalterlichen Burg Kastelholm, die vom 14. bis 17. Jahrhundert erbaut wurde, sowie den Festungsruinen Bomarsund mit angeschlossenem Museum. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind zwischen Ende Mai und Ende August geöffnet. Darüber hinaus sorgen zahlreiche Kulturveranstaltungen Åland vor allem im Sommer für Abwechslung. Das Angebot reicht von Kirchenkonzerten bis zu Jazzevents. Alljährliche Highlights sind unter anderem das Alandia Jazz & Music Festival, das Rockoff Festival oder der Wikingermarkt in Kvarnbo im Juli.
Paul Balthasar, www.xxl-news.de
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