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 Reisemagazin - USA
Orlando: Der Park der Alligatoren
Nicht nur Spiderman und Mickey Mouse sind in Orlando zu Hause, sondern auch unzählige Alligatoren: Der Themenpark Gatorland erwartet seine Besucher nicht mit Attrappen, sondern mit echten Reptilien. Seit einem halben Jahrhundert können die bissigen Bewohner im Herzen Floridas bewundert werden.
Der mittlerweile 45 Hektar große Wildpark nahm seine bescheidenen Anfänge bereits in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als Orlando noch alles andere als eine Freizeitmetropole für Besucher aus aller Welt war. Im Hinterhof züchtete der Metzger Owen Godwin ein paar Alligatoren. Während er selbst das Fleisch verwertete, verkaufte seine Ehefrau Gürtel und alles, was sich aus dem Leder herstellen ließen. Was die Kundschaft aber vor allem faszinierte, waren die lebenden Alligatoren - und so entstand die Idee zu einem Wildpark.
Der Erfolg ließ zunächst auf sich warten. Der Durchbruch kam erst mit einem viereinhalb Meter langen und 490 Kilo schweren Krokodil namens "Bone Crusher", "Knochenbrecher", das Godwin einem Züchter abkaufte. Es galt damals als das größte Krokodil in Gefangenschaft und war die Attraktion schlechthin. Im Jahre 1954 erhielt dann auch der Park den Namen, den er bis heute trägt: Gatorland.
Heute umfasst das Gebiet von Gatorland mehr als vier Hektar Marschland, in dem sich mehr als hundert Alligatoren nebst Nachwuchs tummeln. Aber auch viele ausgefallene Vögel haben sich dort inzwischen niedergelassen, was den Alligatorpark längst auch zum Ziel von Vogelbeobachtern macht. Die Besucher können alle Tiere aus nächster Nähe von einem sicheren Holzsteg aus betrachten und ihr Wissen auffrischen. Denn Gatorland bietet alles, was man über Floridas bissigste Bewohner wissen muss. Sogar Verwandte der Alligatoren aus anderen Gegenden der Welt sind inzwischen dort zu bewundern: Krokodile mit bis zu sechs Metern Länge und einer Tonne Gewicht.
Wem der Sinn nach mehr Action steht, kann eine der packenden Vorstellungen besuchen, in denen erfahrene Dompteure die Kraft und die Anmut der gefährlich-schönen Tiere vor Augen führen. Ganz Mutige können sich sogar selbst einmal in die Rolle des Dompteurs schlüpfen. Wer tagsüber noch nicht genug gesehen hat, kann an bestimmten Tagen die Welt der Alligatoren auch Nachts besuchen und in die rot leuchtenden Augen der Reptilien blicken, wenn sie dicht unter der Wasseroberfläche umher schwimmen.
Selbst Filmstars gingen schon mit den Tieren auf Tuchfühlung: Teile des Films Indiana Jones und der Tempel des Todes wurden in Gatorland gedreht. Und dass Alligatoren nicht nur eine gute Figur machen, sondern auch gut schmecken, lässt sich in Pearl's Smokehouse erfahren. Bei leckeren Gator-Burgern braucht kein schlechtes Gewissen zu drücken, die Tiere stammen alle aus eigener Zucht, der Bestand der Art wird damit nicht gefährdet. Alligatoren selbst werden übrigens recht selten von Hunger befallen: Bis zu einem Jahr können sie ohne Nahrung auskommen. Weitere Informationen zu Gatorland unter www.gatorland.com.
Sabine Roth, www.xxl-news.de
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