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 Reisemagazin - Italien
Valle di Non - Zauber der Natur
Das Valle di Non liegt in herrlicher Lage zwischen Mendel- und Gampenpass im Trentino. Wenn man vom Kalterer See aus den Mendelpass überquert, dann bietet sich zuerst ein Besuch in Fondo an. Fondo ist der Hauptort im oberen Nonstal und ein großes Zentrum der Landwirtschaft, der Handwerkerschaft und des Tourismus. Man findet im Ort viele künstlerische Schätze wie die kleine St. Luciakirche, die für Wandfresken aus dem 14. bis 16. Jh. bekannt ist.
Die Hauptattraktion in Fondo ist der Rio Sass, der im Lauf der Jahrhunderte einen Canyon gegraben hat, der praktisch mitten durch den Ort führt. Der Canyon ist bis zu 90 Meter tief und man kann diesen geführt über eine Reihe von hängenden Laufstegen und Treppen erkunden. Die geführten Wanderungen starten bei der Tourismus Information mitten im Ortskern und sind unbedingt empfehlenswert.
Von Fondo aus erreichen wir über Cles den Ort Tuenno. Von hier aus geht es in das Valle di Tovel. Dieses Tal hat eine Länge von 17 Kilometern und man erreicht am Ende den wunderschönen Tovelsee. Der See liegt inmitten der Brenta Dolomiten im Naturschutzgebiet Adamello Brenta, welches bereits 1967 gegründet wurde.
Zur Tierwelt des Parks gehören Braunbären, Steinböcke, Gemsen, Rehe, Hirsche, Murmeltiere, Eichhörnchen, Füchse, Adler und zahlreiche andere typische Vertreter der Gebirgsfauna. Der Braunbär ist das Symbol des Naturparks und hier leben die letzten freien Exemplare in einer noch intakten und wilden Umwelt. Das Besucherzentrum am Ende des Sees bietet umfassende Informationen rund um den Adamello Brenta Park an.
Am Tovelsee wird man nur mit sehr viel Geduld einen wilden Bären zu sehen bekommen. Möchte man einen Bär beobachten, dann kann man das in einem großen Freigehege in Spormaggiore oder am Fuß der Wallfahrtskirche San Romedio bei Sanzeno. Sanzeno ist ein uralter Ort und ein Paradies für Archäologen. Viele Funde aus frühchristlicher und rhätischromaner Zeit wurden hier ausgegraben.
Folgt man von Sanzeno aus der beeindruckenden Schlucht des Rio San Romedio, dann erreicht man nach 3 km San Romedio. Die Wallfahrtsort liegt atemberaubend auf einem 90 m hohen Felsen und besteht aus mehreren Kirchen und Einsiedlerzellen, die durch eine steile Treppe miteinander verbunden sind. Die älteste Kirche wurde um das Jahr 1000 errichtet und die letzte Kirche stammt aus den Jahren 1915 bis 1918, die als Dank für den Frieden nach dem Krieg errichtet wurde. San Romedio gehört zweifellos zu den malerischsten Sehenswürdenkeiten in Europa.
Für Wanderer und Naturliebhaber ist das Valle di Non ein Paradies. Es gibt hier blumenübersäte Wiesen, Wildbäche, Berge, Burgen und nicht zuletzt eine wohlschmeckende einheimsche Gastronomie.
Bilder und Text: M. Gerber, fernweh.com
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