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 Reisemagazin - Italien
Bezauberndes Catania
Die sizilianische Metropole bietet alles, was Italien liebenswert macht: Atmosphärische Plätze, einladende Bars und Restaurants, belebte Straßen mit ewig hupenden Motorrollern und sonniges Wetter zu allen Jahreszeiten. Unweit des berühmten und nach wie vor rauchenden Ätna gelegen, fasziniert Catania aber auch als lebendiges Museum herausragender Architektur.
Der Rundgang beginnt im Herzen Catanias: Auf der Piazza del Duomo, Bühne des Barocks von Catania. Dabei profitieren Touristen von einer Naturkatastrophe, denn nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 wurde die Stadt wieder aufgebaut und erstrahlt heute als architektonische Einheit.
Vom ursprünglichen Dom, entstanden um das Jahr 1.000 sind drei strenge normannische Absiden und Teile des Querschiffes geblieben. Im Innern befinden sich das Grab von Vincenzo Bellini und die Kapelle der Heiligen Agata mit wertvollen Reliquien. In der Sakristei ist zudem ein Fresko zu sehen, das den Ausbruch des Ätnas im Jahr 1669 darstellt. An der Nordseite der Piazza steht der Palazzo Municipale, das Rathaus. Ein Gebäude mit quadratischem Grundriss nach typischer Bauart des Mittelalters, aber erst im Jahr 1714 vollendet.
Mitten auf der Piazza steht das Symbol Catanias: die berühmte Statua dell'Elefante, die Elefantenstatue. Der Obelisk aus schwarzem Lavastein blickt hinüber zum Dom. Von der Piazza del Duomo nach Osten führt die Via Vittorio Emanuele, an der die Kirchen Sant'Agata und San Placido stehen. Über die Via Teatro Massimo erreicht man das berühmte Teatro Lirico Massimo Bellini, das 1890 eingeweiht wurde. Fehlt nur noch der pompöse Palazzo des Erzbischofs mit seinen stattlichen antiken Gemäuern, den man am bequemsten von der Piazza aus über die barocke Porta Uzeda erreicht.
Über die Via Garibaldi kommt man zur Piazza Federico di Svevia. Hier steht das Schloss Castello Ursino, ein mächtiges Gebäude mit quadratischem Grundriss, Rundtürmen an den Ecken und Mauern, die etwa zwei Meter dick sind. Das Schloss ist Sitz des Stadtmuseums, in dem wichtige archäologische Zeugnisse der antiken Stadtgeschichte aufbewahrt werden. Die Preziosen stammen aus dem Museum der Benediktiner, den Sammlungen des Prinzen von Biscari und aus privaten Schenkungen.
Sehenswert ist auch die Kirche San Nicola, eines der größten Gotteshäuser Siziliens: Sie wurde 1558 gebaut und durch den Vulkanausbruch 1669 weitgehend zerstört. Das darauf folgende Erdbeben im Jahr 1693 machte San Nicola dem Erdboden gleich. Gleichwohl der Wiederaufbau im 18. Jahrhundert begann, wurde er nie zu Ende gebracht. Und so wohnt San Nicola nach wie vor ein recht fragmentarischer Charakter inne.
Paul Balthasar, www.xxl-news.de
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