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Reisemagazin - Ägypten

Das Lächeln des Pharaos

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Auf der Hochebene von Gizeh befinden sich die Wahrzeichen Ägyptens schlechthin: Der majestätische Sphinx mit seinem unergründlichen Gesichtsausdruck und die drei großen Pyramiden. Die Sehenswürdigkeiten liegen nur knapp einer Stunde Fahrt von der Innenstadt Kairos entfernt.

Die größte Pyramide ist die Grabstätte des Pharaos Cheop. Von den sieben Weltwundern der Antike hat nur sie den Zeitläufen getrotzt. Die gewaltige Bauleistung beeindruckte schon die Menschen im Altertum. Nach Angaben des griechischen Historikers Herodot arbeiteten um 2690 v. Chr. Über 100.000 Menschen mehr als 20 Jahre am Bau der Großen Pyramide. Etwa 2,5 Millionen Kalksteinblöcke zu je zweieinhalb Tonnen wurden aufeinander getürmt. Das Material stammte aus dem nahe gelegenen Gebirgszug Mohattam. Errichtet wurde sie nicht von Sklaven, sondern von den Bauern des Niltals. In Trockenperioden und bei Überschwemmungen waren sie "arbeitslos" und standen so zur Verfügung.

Die Grundfläche der Cheopspyramide bildet ein Quadrat von ursprünglich 230 Meter Seitenlänge. Die Originalhöhe betrug 146 Meter. Heutzutage sind es zehn Meter weniger, weil die Spitze mit der Zeit abstumpfte. Wie es damals den Architekten gelang diese monumentale Maßarbeit zu bewältigen, ist noch immer unbekannt. Der Anlass für die immense Mühsal hingegen ist klar: Nach altägyptischer Vorstellung ermöglichte die Pyramide den Aufstieg des verstorbenen Pharao zum Firmament, damit er sich dort mit der Sonne vereinigen konnte.

Knapp 160 Meter entfernt erhebt sich die Pyramide des Pharaos Chephren. Sie ist höher gelegen und erscheint daher größer als die Cheops-Pyramide, obwohl sie geringfügig kleiner ist. An ihrer Spitze ist ein beträchtliches Stück der ehemaligen Verkleidung erhalten. Die dritte und kleinste Pyramide der Gruppe ist die Mykerinos-Pyramide.

Beeindruckend ist auch der Große Sphinx. Die Kolossalfigur des liegenden Löwen wurde aus einer Felsspitze herausgemeißelt. Schon im alten Ägypten war der Sphinx mehrmals bis zum Hals im Sand versunken und musste freigelegt werden. Das aus dem dritten Jahrtausend datierende Werk ist trotz dieser langen Zeit und der Erosion erstaunlich gut erhalten. Es ist 73 Meter lang, allein die heute fehlende Nase war so groß wie ein Mensch. Seine schwersten Zerstörungen erlitt der Sphinx unter den Mamelucken, die ihn als Schießscheibe benutzten. Der geheimnisvolle Ausdruck aber ist geblieben. Die Statue gilt als Bildnis des Königs Chephren. Bewiesen ist dies bis heute allerdings nicht.

Clemens Bergmann, www.xxl-news.de


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