 Reisemagazin - Südafrika
Löwen, Bars und Meer
Einmal eine Löwenfamilie aus der Nähe beobachten, sich unter Palmen an einsame Strände legen und nächtelang von Bar zu Bar ziehen? An einem Tag geht dies auch in Südafrika nicht. Wer jedoch Zeit mitbringt, findet hier Abwechslung der Extraklasse.
Wer an Safari denkt, denkt an Südafrika. Mit gutem Grund: Kaum ein afrikanisches Land bietet dem Besucher so reiche Gelegenheit, hautnahen Kontakt zu wildlebenden Tieren zu erleben: 17 Nationalparks unterhält das Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents, die insgesamt eine Fläche von 3,2 Millionen Hektar umfassen - nicht eingerechnet die Naturschutzgebiete und unzählige private Wildparks.
Reiche Tierwelt, noble Hütten
Sie sind die "big five" der afrikanischen Fauna: Büffel, Elefant, Leopard, Löwe und Nashorn. Beste Chancen, sie zu treffen, bieten sich im Krüger Nationalpark, dem größten und ältesten Südafrikas. Gerade in der Trockenzeit zwischen Juni und September gibt es viel zu sehen, da wenig Vegetation den Blick verwehrt und sich zu dieser Jahreszeit allerorts Nachwuchs einstellt. Nobel eingerichtete Unterkünfte, Gin Tonic und Nüßchen beim Warten auf den Geparden - die Safaris im 17 000 ha großen Privat-Reservat Phinda mit seinen sieben verschiedenen Ökosystemen sind stets eine Spur luxuriöser als anderswo. Und wer es lieber bodenständig mag, geht im St. Lucia Wetland Park zu Fuß auf die friedliche Pirsch. Mehr als 530 Vogelarten leben in dem Reservat nordöstlich von Durban, der kürzlich in die Unesco-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen wurde.
Tropische Wälder, glitzernde Metropolen
Elefanten, Antilopen und Geparden ziehen viele Südafrika-Besucher in ihren Bann, die einmal eine Safari erlebt haben. Doch die reiche Tierwelt ist längst nicht alles, was die Südspitze des afrikanischen Kontinents zu bieten hat. Es ist ein außergewöhnlich vielfältiges Land: Ausgedehnte Naturparks und glitzernde Metropolen, dürre Wüste und tropische Wälder, schroffes Hochgebirge und traumhafte Strände - das macht Südafrika zu einem faszinierenden Reiseziel.
Badeparadies mit 300 Sonnentagen
Das Badeparadies Südafrikas liegt am Indischen Ozean nördlich von Durban, eine Flugstunde nordöstlich von Kapstadt. Die "ruhige Lagune", wie sie von den Zulus genannt wird, verfügt über weite weiße Strände und 300 Sonnentage im Jahr. Daß sich hier vor der Küste zahlreiche Haie tummeln, braucht die Touristen nicht vom Baden abhalten - mehr als 300 Netze sollen die gefürchteten Meeresbewohner von den Stränden fernhalten. Wer dennoch Haie aus der Nähe betrachten möchte, kann dies im Natal Sharks Board tun, einem wissenschaftlichen Institut zur Erforschung dieser Raubfische.
Schönheit zu Füßen des Tafelbergs
Wer sich nach einigen geruhsamen Tagen im Busch an Löwen und Co. sattgesehen oder vom süßen Nichtstun unter Palmen genug hat, freut sich auf das großstädtische Gewusel in der Stadt, die viele für die schönste der Welt halten: Kapstadt. Am Fuße des berühmten Tafelbergs gelegen, lebt die Vier-Millionen-Metropole von ihrem Hafen und von den Touristen aus aller Welt. So ist auch der Hafen, genauer gesagt das Viertel am alten Victoria- und Alfred-Becken, für Besucher das Zentrum des Geschehens. Theater, Museen und Restaurants für jeden Geschmack finden sich hier, und Kapstadt gilt dank seiner Ausstattung mit Diskos und Clubs als die party town schlechthin.
Spitzen-Wein und tolle Aussicht
Weinliebhabern, die die international vielfach ausgezeichneten Produkte einheimischer Kellereien verkosten möchten, fällt die Wahl des Lokals schwer, so viele Bars und Cafés wetteifern mit Seeblick und Bergpanorama um die Gunst der Gäste. Doch keine Location kann es in Sachen Aussicht mit dem Table Mountain Bistro aufnehmen. Die Bar in der Gipfelstation der Tafelberg-Seilbahn auf 1067 m ist der perfekte Ort, den Sonnenuntergang am Kap der Guten Hoffnung zu beobachten. Nur sollte man aufpassen, dass man vor lauter Begeisterung nicht die letzte Gondel zurück ins Tal verpasst.
www.marcopolo.de / Rolf Iben
Bild: M.Gerber, fernweh.com
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