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 Reisemagazin - Österreich
Tirol: Alpen XXL
Malerisch eingebettet zwischen den Gipfeln der Lasörlinggruppe und den Deferegger Alpen liegt das Defereggental - ein El Dorado für alle, die saftige Wiesen, sprudelnde Quellen und seltene Blumen lieben. Alpen-Feeling XXL gibt es mitten im Nationalpark Hohe Tauern: Und damit man auch weiß, an welchen Kostbarkeiten man entlang spaziert, führen verschiedene Themenwanderwege durch das Defereggental. Insgesamt warten fünf solcher Routen darauf, erforscht zu werden.
Rund um das lebensspendende Nass dreht sich alles beim "Wassererlebnisweg": Die Schautafeln entlang des Weges erzählen über die Wirkung des Wassers auf Flora und Fauna. Die Strecke beginnt am Ortsrand des charmanten St. Jakob: Von dort wandert man etwa eine Stunde lang an Moorflächen, gluckernden Quellen, sprudelnden Bächen und Wasserfällen vorbei.
800 Meter in die Höhe: Freunde der alpinen Vegetation kommen mit einer Fünf-Stunden-Tour auf dem "Blumenlehrweg" auf ihre Kosten. Denn oberhalb von St. Jakob präsentiert sich eine besonders bunte Vielfalt typischer Alpenpflanzen: Saisonabhängig blühen Alpenrosen, Arnika, Hornklee, Enzian und sogar das inzwischen sehr seltene Edelweiß in Hülle und Fülle. Wer diese einmalige Atmosphäre länger genießen will, kann an zwei Haltepunkten rasten - und sich dort auch ausführlich über die floralen Sehenswürdigkeiten informieren.
Ein weiteres Schmankerl für Botanik-Fans hält der Naturlehrweg "Oberhauser Zirbenwald" parat: Eine spezielle Lärchenart gilt es hier zu entdecken - es ist der größte zusammenhängende Baumbestand in den Ostalpen. Die sehr langsam wachsende Zirbe kann bis zu 1.000 Jahre alt werden, einen Stammdurchmesser bis zu zwei Meter und eine Höhe von mehr als 20 Meter erreichen. Geheimtipp: Die in St. Jakob ansässige Erlebnisbrauerei brennt aus deren Zapfen einen speziellen Schnaps und einen Likör. Und die Holzschnitzer der Region benutzen für ihre Kunstwerke fast ausschließlich das weiche Zirbenholz.
Auf dem Wanderweg "Im Reich des Apollo" gibt es nicht etwa römische Statuen zu bewundern, sondern einen filigranen Luftikus - den gleichnamigen Apollo-Falter. Den großen Tagfalter erkennt man an den zwei roten, schwarz-gerandeten Flecken auf den weißen Hinterflügeln. Seine Raupen sind samtig blauschwarz mit kleinen orangen Flecken und leben meist auf Felspflanzen. Dieser auffallende Falter ist in Deutschland nahezu ausgestorben. Bunte Tänzer im Wind: Auch andere Schmetterlinge tummeln sich entlang dieses vier Kilometer langen Pfades. Und zu guter Letzt können sich geschichtlich interessierte Wanderfreunde auf der dreistündigen Rundtour "Leben am Steilhang" über das harte Leben der früheren Bergbewohner informieren.
Foto: Defereggental
Paul Balthasar, www.xxl-news.de
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