 Reisemagazin - Neuseeland
Paradies für Segler
(XXL News) Nach der Regatta ist immer vor der Regatta. Vor allem in Neuseeland. Gerade erst haben die besten Segler aus allen Teilen der Welt die Hafenstadt Auckland verlassen, schon steigt die Nervosität in der "City of Sails". Denn die Kiwis wollen den America's Cup zum dritten Mal nach Hause holen.
Zwischen Oktober 2002 und März 2003 werden die majestätischen Yachten mit ihren eingespielten Crews wieder vor den Küsten der neuseeländischen Metropole um die Wette kreuzen. Zum ersten Mal wird auch ein deutsches Team in Neuseeland an den Start gehen und um die historische Silberkanne kämpfen: Den America's Cup - die begehrteste Trophäe, die es auf See zu gewinnen gibt. Erstmals wurde das Rennen vor 150 Jahren ausgetragen - damals vor der Isle of Wright.
Segeln hat in Neuseeland eine uralte Tradition. Lange bevor die Europäer die Welt entdeckten, machten sich die polynesischen Vorfahren der Maori auf, die geheimnisvollen Weiten des Südpazifiks zu erkunden. Um das Jahr 800 entdeckten sie Neuseeland. Sie nannten die Insel Aotearoa – das Land der langen weißen Wolke. Meere zu erobern hat in Neuseeland also Tradition.
Die Leidenschaft für die See ist bis heute ungebrochen. In keinem anderen Land der Welt gibt es im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele Segelboote wie in Neuseeland. Allein in den sieben Häfen von Auckland liegen 80.000 Boote in jeder Größe vor Anker. Segeln ist Nationalsport Nummer eins. Erfahrene Skipper können ein Boot chartern und Neuseeland von seiner schönsten Seite aus entdecken – das Angebot reicht von der einfachen Segeljolle, über die Motoryacht bis zum historischen Dreimaster.
Auf beiden Inseln warten paradiesische Segelreviere und traumhafte Ankerplätze auf ihre Entdeckung: im Norden die sonnige Bay of Islands und im Süden die labyrinthischen Marlborough Sounds. Dabei kommen auch Tierfans auf ihre Kosten. Regelmäßig sind Wale, Pinguine oder Seehunde zu sehen. Auch Landratten mit wenig Erfahrung zu Wasser brauchen nicht auf ihren Segelurlaub verzichten. Denn in Neuseeland kann man gleich ein Boot samt Crew anheuern. Der historische Dreimaster „Sören Larsen“ etwa kreuzt auf ein- oder mehrtägigen Törns mit maximal 22 Passagieren durch den Hauraki Gulf. Wer möchte, kann sich auf der Tour in die Kunst des Segelns einweihen lassen oder Kiel holen gehen – mit Schnorchel, Flossen oder auf dem Surfbrett.
Paul Balthasar
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