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 Reisemagazin - Bulgarien
Party und Weltkulturerbe
Feinsandige Strände fallen flach ins Wasser ab, selbst mehr als hundert Meter vom Ufer entfernt kann man noch bequem stehen. Der Sonnenstrand der bulgarischen Schwarzmeerküste ist ein Urlaubsparadies - ganz besonders für Kinder. Ideale Bedingungen zum Spielen und Sandburgen bauen, zum Umhertollen und Plantschen. Und zwar mit großer Ausdauer, denn der Sonnenstrand trägt seinen Namen zu Recht.
Bis zu elf sonnige Stunden pro Tag im Sommer, dazu wohlige 24 Grad Wassertemperatur. Dazu glasklares Wasser von sehr guter Qualität. Das Meer an der bulgarischen Ostküste ist ein hervorragendes Terrain für Wassersportler jedweder Couleur - egal, ob Windsurfer, Segler oder Taucher. Weil die Region mit besonders günstigen Preisen lockt, ist hier mittlerweile Party XXL angesagt. An den kilometerlangen Gestaden gibt es aber immer wieder beruhigte Zonen, an denen man dem Trubel entgehen kann.
Lang gestreckte Promenaden laden auch hier zum entspannten Schlendern ein. Nach Jahren kommunistischer Misswirtschaft erblühen nun wieder die traditionsreichen Seebäder - etwa das Heilbad Albena oder Bulgariens ältestes Seebad, Sveti Konstantin i Elena. Auf den Terrassen heller Kalksteinfelsen liegt Baltschik, die "weiße Stadt", eines der malerischsten Seebäder Bulgariens. Sehenswert: Der ehemalige Sommersitz von Maria, Königin von Rumänien, im heutigen Botanischen Garten, das Sommertheater und die Kirche Sweti Nikolaj, in der regelmäßig bemerkenswerte Kunstausstellungen stattfinden.
In den Siebziger Jahren wurden eine Reihe bulgarischer Natur- und Kulturdenkmäler von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Darunter etwa das kleine Städtchen Nessebar in Sichtweite des Sonnenstrands. Griechische Siedler errichteten hier den Handelsplatz Mesambria, der bis ins Mittelalter zu einer der wichtigsten Zentren am Schwarzen Meer zählte. Rund 600 Hektar umfasst das Naturschutzgebiet Srebarna an der Donau mit vielen seltenen Vogelarten, etwa den vom Aussterben bedrohten Krauskopfpelikanen, welche hier seit Jahrhunderten nisten.
Wer die türkische Küche schätzt, wird auch die bulgarische mögen. Sie ist pikant und herzhaft, bodenständig und vielseitig. Besondere Leckerbissen: Kalte Joghurtsuppe mit Gurken, gefüllte Paprikaschoten und Auberginen und Kebapcheta, markant gewürzte Fleischröllchen. Ein Klassiker: Der Shopska Salat mit Tomaten, Pfefferschoten und Schafskäse. Dazu frisches Brot, diverse Käse und Loukanka, eine luftgetrocknete Wurst. Ebenfalls beliebt: Bansko Kapama, ein Eintopf mit Fleisch und Gemüse, und Dobroudjanska Banitsa, eine Suppe aus Donaufischen und Miesmuscheln.
(Paul Balthasar)
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