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Reisemagazin - Bermudas

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Die zwei wohl bekanntesten Hotels auf Bermuda erstrahlen in neuem, alten Glanz. Geschichte zum drin wohnen: Im The Fairmont Hamilton Princess und The Fairmont Southampton Princess haben schon Mark Twain, Ian Fleming, die britische Spionageabwehr und Bette Midler logiert.

Legenden ranken sich um das "Hamilton Princess", das die Bewohner von Bermuda mit einem leichten Augenzwinkern auch den "pinkfarbenen Palast" nennen. Das Hotel wurde am bereits 1885 eröffnet. Zwei Jahre zuvor hatte Prinzessin Louise, die vierte Tochter von Queen Victoria, der Insel des "ewigen Frühlings" einen Besuch abgestattet. Ihr zu Ehren erhielt das Etablissement auch den Namen "The Princess". Ganz aus Holz, vier Stockwerke hoch, ein blaues Schieferdach und eine riesige Veranda: Gebaut wurde das "Princess" vom Geschäftsmann Harley Trott, der mit der Nobelunterkunft wohlhabende Amerikaner auf die kleine, subtropische Atlantikinsel locken wollte. Und sie kamen. Das Gästebuch ließt sich wie ein Who-is-who. Einer der berühmtesten Stammgäste: Autor Mark Twain - er liebte es, auf der Veranda genüsslich eine Zigarre zu rauchen und Poesie zu rezitieren. Und er genoss es, von seinen Fans umlagert zu werden, während er pausenlos Autogramme gab.

Einst war jedes Zimmer mit Gaslampen ausgestattet, bot fließendes warmes und kaltes Wasser und einen großen Spiegel. 1909 hielt die Moderne Einzug: Jedes Zimmer bekam einen Telefonanschluss, ein elektrischer Lift wurde installiert und Hotelgäste konnten sich ab jetzt auch im neuen Pool vergnügen. Eine Übernachtung kostete damals vier US-Dollar. Und als Golf und Tennis populäre Sportarten wurden, ging das Hotel mit der Zeit und errichtete Tennisplätze direkt am Meer. In den 20er-Jahren kamen zahlreiche Cottages hinzu. 1932 konnte das Hotel bereits bis zu 600 Gäste beherbergen.

Ab 1939 war "The Hamilton Princess" dann von der englischen Kontrollbehörde besetzt und beheimatete alliierte Soldaten. Wie in einem James Bond Film: Im Zweiten Weltkrieg wurde hier wichtige Spionagearbeit für die Briten geleistet. Der Keller diente ihnen als Kommandozentrale. Hier wurden alle Briefe und Telegramme, die für Europa, die USA oder den Fernen Osten bestimmt waren, von 1.200 Mitarbeitern abgefangen und analysiert. Vor allem die Post nach Lissabon - das damalige Dorado für Spione - war interessant. Auch Radiosendungen wurden belauscht. Heute dürfen die Gäste des Hotels in den ehemaligen Spionage-Räumen herumschnüffeln.

Im Dienste seiner Majestät: Sein Name ist Fleming, Ian Fleming - und er ist der "Erfinder" von James Bond. Als Mitglied der britischen Marineabwehr war auch er auf Bermuda stationiert. Dass er Gast im Hamilton Princess war, ist verbürgt. Und später schickte der persönliche Assistent des Direktors der Naval Intelligence auch seine Romanfigur auf die kleine Atlantikinsel. Denn nach seiner Militärkarriere wurde Fleming Autor. Zwischen 1952 und 1964 entstanden dann zwölf Romane rund um den von Frauen umschwärmten Doppelnull-Agenten.

Die Ära der Showstars: 1959 erwarb der amerikanische Milliardär Daniel Ludwig das Hotel und baute an der Südküste von Bermuda ein Schwesterhotel - das Southampton Princess. Dort wurde der "Princess Room" zur internationalen Bühne. Stars aus aller Welt traten hier auf, unter anderem Bette Midler, Kenny Rogers und Tiny Tim. Ein "Facelifting" lässt das Hotel jetzt wieder in der nostalgischen Pracht der Jahrhundertwende erstrahlen: Hohe Decken, gewölbte Türen und Fenster, Wände und Decken in weißen und cremefarbenen Schattierungen, ein steinerner Kamin und Marmor-Fußböden bilden die elegante Kulisse für ein buntes Interieur im Stil der britischen Kolonialzeit. Spätestens beim traditionellen Fünf-Uhr-Tee weht einen Hauch von goldener Vergangenheit herbei. Bermuda ist bis heute die älteste britische Kolonie - und die Königin noch immer Staatsoberhaupt.

(XXL-News/Claudia Haese)




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