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 Reisemagazin - Kanada
Ontario: Das Paradies der Angler
Touristen in Ontario müssen sich zwischen zwei Hauptstädten entscheiden. Hier Toronto, das Zentrum der Provinz Ontario. Da Ottawa, die Hauptstadt Kanadas. In beiden Metropolen tobt das Leben, imposante Shoppingmeilen und gewagte Bauten locken Besucher aus aller Welt an. Angesichts der reizvollen Natur des Landes gleicht es jedoch fast einem Wunder, dass überhaupt noch jemand in einer Stadt wohnen möchte.
Auf 16 Quadratkilometer Land kommt ein geschützter Nationalpark. Das Kanu ist die schönste Möglichkeit, Ontarios Natur zu erforschen. Es gibt rund 250.000 Seen, an denen zahlreiche Provinz- und Nationalparks angrenzen - allen voran der Algonquin und der Temagami Park. Entlang der Routen gibt es jede Menge Höhlen, Strände und Inseln zu entdecken. Wer es ein wenig rauer mag, begibt sich auf die Wildwasserrouten im Pukaskwa National Park. Im südlichen Ontario führt der Grand River vorbei an kleinen Dörfern, sanften Hügeln und den Six Nations im Grand River Reservat - ideale Kulissen für Fotos. Sogar in vielen Stadtgebieten kann Kanu gefahren werden, es muss schließlich nicht immer ein Auto sein.
Schneegänse, Haubentaucher, Waldsänger, Seeadler, Pelikane: In Ontario gibt es über 400 Wildvogelarten. Viele haben hier ihre Brut- und Nistreviere. Um sie zu beobachten, muss man nicht einmal tief in die Natur vordringen. Oft haben es sich die Vögel in der Nähe von Städten gemütlich gemacht. Im Örtchen Aymler an der Grenze zu Quebec findet Jahr für Jahr im Frühling ein faszinierendes Schauspiel statt: Ein riesiger Schwarm von mehr als 60.000 Pfeifschwänen macht dort Halt auf seinem Weg in die Arktis.
Ontario gilt als absolutes Angler-Paradies. Überall wird geangelt - vom Ufer aus, im Wasser oder beim Fliegenfischen. Das ganze Jahr über herrscht Saison. Sogar im Winter findet man immer wieder Hartgesottene, die auf dem gefrorenen See ihrer Leidenschaft nachgehen. Kein Wunder in Anbetracht der enormen Fischvielfalt. Neben zahlreichen Forellen- und Barscharten stehen die Chancen gut, den für Nordamerika so typischen Weißfisch oder Karpfen zu fangen. Auch der Stör treibt sich in den Gewässern herum, der geräuchert besonders gut schmeckt.
Das Beste am Angeln ist jedoch nicht der Fang, sondern das Erlebnis drum herum. Was kann es Schöneres geben als ein Mittagessen am See mit frisch gegrilltem Fisch? Abgelegene Camps und Lodges im Norden, die nur mit dem Flugzeug zu erreichen sind, gehören zu den ganz besonderen Attraktionen für Sportangler und Naturfreunde.
(XXL-News/Jun M. Lee)
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